Bei strahlendem Sonnenschein im Tessin stand für das Herren 2 von Floorball Uri ein wegweisender Spieltag auf dem Programm. Mit Unihockey Luzern und den White Indians Inwil-Baar warteten ausgerechnet jene beiden Teams, die in der Tabelle noch vor den Tell’s Söhnen lagen. Entsprechend hoch war die Bedeutung der beiden Partien.
Uri startete entschlossen in die erste Begegnung gegen Luzern und es kam früh zur ersten umstrittenen Szene. Angelo Weber drückte den Ball nach einem Zuspiel von Lukas Bissig von hinter dem Tor über die Linie, doch zur Überraschung aller blieb die Pfeife der Schiedsrichter stumm, der Treffer wurde nicht gegeben. Die Stiere liessen sich davon jedoch nicht beirren. Mit viel Ballbesitz und zahlreichen Abschlüssen, oftmals nur haarscharf am Tor vorbei, kontrollierten sie das Spielgeschehen. Der verdiente Führungstreffer fiel schliesslich nach einem sehenswerten Solo von Dominik Arnold, der sich über das ganze Feld durchtankte und eiskalt abschloss.
In der zweiten Halbzeit wendete sich das Blatt jedoch. Luzern nutzte zwei Unachtsamkeiten konsequent aus und drehte die Partie mit einem Doppelschlag. Vier Minuten vor Spielende lagen die Urner plötzlich zurück und hatten es Torhüter Pascal Bucher zu verdanken, dass der Rückstand nicht noch deutlicher ausfiel. Uri nahm in der Schlussphase volles Risiko und agierte in der letzten Minute ohne Torhüter. Mit dem zusätzlichen Feldspieler kam der Ball zu Alex Schuler, der Nervenstärke bewies, den Abschluss verzögerte und mit einem platzierten Schuss die entscheidende Lücke fand. Vier Sekunden vor der Sirene stand es 2:2, der umjubelte Ausgleich war Tatsache.
Im zweiten Spiel gegen Inwil-Baar legten die Tell’s Söhne los wie die Feuerwehr. Bereits in der zweiten Minute schlug eine einstudierte Freistossvariante zu: Lukas Walker spielte einen Laserpass auf Renato Bucher, der den Ball nur noch über die Linie schieben musste.
Kurios wurde es wenig später für Lukas Bissig, der in seinem erst zweiten Saisonspiel gleich zwei Strafen hintereinander kassierte und sich damit augenzwinkernd zum „Strafenkönig“ krönte. Das Kuriose, seine zweite Strafe holte er durch das Spielen ohne Stock, eine eher seltene Strafe. Das Urner Boxplay zeigte sich jedoch erneut von seiner besten Seite und blieb undurchdringlich.
Nach der Pause setzte der routinierte Christian Zurfluh ein Ausrufezeichen. Mit einem teuflischen Solo erhöhte der alte Haudegen auf 2:0. Uri blieb klar spielbestimmend, musste jedoch einen weiteren Rückschlag hinnehmen: Ein Treffer von Marius Baumann nach einem Freistoss wurde wegen eines Mitspielers im Torraum aberkannt. In der Defensive liess Floorball Uri nichts mehr anbrennen. Torhüter Tobias Aschwanden zeigte eine brillante Leistung, parierte alles, was auf sein Tor kam, und sicherte sich hochverdient den Shutout.
Trotz der drei Punkte aus dem Tessin rangiert Floorball Uri weiterhin auf Platz sechs der Tabelle. Der Rückstand auf den dritten Rang beträgt jedoch nur einen Punkt.
Für Floorball Uri spielten: Tobias Aschwanden, Pascal Bucher, Marius Baumann, Lukas Bissig, Renato René Bucher, Christian Zurfluh, Alex Schuler Ramon Schuler, Lukas Walker, Dominik Arnold, Rico Marx und Angelo Weber.


























